Sujet: HEGANARIL
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Was ist denn bloß mit Lisa los?

mit Helmut Fröhlich, Ingrid Höller , Susanne Lietzow , Maria Schwarz
Regie: Stefan Kurowski
Bühne: Peter Stangl
Kostüme: Walpurgi Helml
Lichtgestaltung: Dieter Salzner
Musik: Hubert Schnauer
Maske: Gerda Pichler
Dramaturgie: Stefan Kurowski
Uraufführung: 26.03.1993 Studio

Was ist denn bloß mit Lisa los? Diese Frage stellen sich vier Spielzeugfiguren: ein Hase, Kasperl, die Barbie-Puppe "Babs" und das Playmobil "Mobi". Sie leben in einem Kinderzimmer, wie Menschen, die in einer WG wohnen. Vier unterschiedliche Typen prallen mit ihren verschiedenen Charakteren aufeinander.

Hase ist ein sehr unsicherer, pessimistischer, ängstlicher, aber stets bemüht, seine Freunde mit seiner Fürsorglichkeit zu verwöhnen. Mobi, ein Kopfbedeckungs-Fetischist, der durch Unfälle in seiner Beweglichkeit etwas eingeschränkt ist, fällt durch seine rauhe Art auf; aber innen drinnen verbirgt sich ein weiches Herz. Kasperl ist der älteste von ihnen, einer, der schon viel erlebt hat und deshalb auch an seinen Memoiren schreibt. Er hat eine Vorliebe für Reime und ist ein faszinierender Märchenerzähler. Auf ihn kann man sich verlassen. Babs ist, als einzige Frau in der WG, natürlich einerseits geliebt und andererseits geht sie einem ziemlich auf die Nerven. Immer bedacht auf ihr schönes Äußeres, schafft sie ein bißchen Verwirrung unter den Männern. Noch dazu, wo Mobi in sie verliebt ist.

Diese vier Figuren stellen eines Tages enttäuscht fest, dass mit ihnen schon längere Zeit nicht mehr gespielt wird. "Wenn mich jetzt nicht bald jemand ein bißchen drückt und streichelt, dann werde ich gemütskrank", ist Hase schon sehr verzweifelt. Sie fehlt ihnen sehr, Lisa, ihre große, menschliche Spielgefährtin. Die letzte Hoffnung war, daß sie vielleicht im Bett liegt. Aber nach einer abenteuerlichen Klettertour auf das hohe Bett, ist es für sie traurige Gewißheit: sie ist nicht mehr da. "Wahrscheinlich mag sie uns nicht mehr und hat uns deswegen allein gelassen", sind die vier Freunde nun überzeugt, und schreckliche Bilder tun sich auf, was mit ihnen passieren wird. Mobi, der schon einiges erlebt hat, muntert seine Freunde ja auch nicht gerade auf, mit dem, was er ihnen erzählt. So beschließen sie, auszureißen, bevor sie auf dem Müll landen oder gar an ein Kind verschenkt werden, daß sie vielleicht schlecht behandelt.

Aber, wie so oft im Leben, werden Pläne durchkreuzt, und so ergeht es auch den vier Spielzeugfiguren. Aus der geplanten Reise wird nichts. Die Tür ist nämlich verschlossen. Aus der Traum.

Wie die Geschichte weitergeht, soll nicht verraten werden, nur so viel, daß sie Happy-End hat.

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