FRAUKOEPPL / Stefan Eibelwimmer
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Der Menschenfeind

Wie Herr Molière zum Mörder wurde

mit Anna Maria Eder, Daniel Feik , Markus Hamele , Hannes A. Pendl , Felix Rank , Marion Reiser
Regie: Harald Gebhartl
Bühne: Gerald Koppensteiner
Innenraumdesign: Michaela Mandel
Kostüme: Elke Gattinger
Puppenbau: Gerti Tröbiner
Lichtgestaltung: Gordana Crnko
Musik: Wolfgang Peidelstein
Maske: Anita Bachl
Dramaturgie: Silke Dörner
Premiere: 30.11.2017 Saal
Letzte Vorstellung: 14.01.2018

Wer in einer Welt des Scheins überleben und reüssieren will, muss die Klaviatur der Verstellung und des Intrigierens perfekt beherrschen. Aber Alceste hat die Nase voll von der heuchlerischen Oberflächlichkeit der sogenannten feinen Gesellschaft und fasst den Entschluss, nur mehr ehrlich und aufrichtig durchs Leben zu gehen. Mit allen Mitteln kämpft er gegen das Diktat der „praktizierten Unkultur“, gegen Lügner, Lobbyisten, Opportunisten und Höflinge, die ihre Verbindungen für private Zwecke nutzen, und legt sich sogar mit dem Hof an. Egal, um welchen Preis. Sein ambitioniertes Vorhaben wird allerdings dadurch erschwert, dass er auch seine Mitmenschen von der Sinnhaftigkeit dieser Erkenntnis überzeugen möchte. Vor allem Célimène, eine verführerische Mischung aus Partyluder und feiner Dame der Gesellschaft, in die Alceste unsterblich verliebt ist und die seine Liebe zu erwidern scheint. Aber meint sie es ehrlich oder spielt sie nur mit ihm? Alceste beschließt, genau das herauszufinden …

„Der Menschenfeind“ ist ohne Zweifel das am meisten autobiographisch geprägte Stück von Molière, der Zeit seines Lebens gegen die Unmoral und Oberflächlichkeit der höfischen Gesellschaft ankämpfte. Harald Gebhartl lässt in seiner Bearbeitung Alceste mit seinem Alter Ego Molière verschmelzen und schärft so den kritischen Aspekt dieser unverwechselbaren Komödie.