Matthias Heschl
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Diese Mauer fasst sich selbst zusammen ...

Gastspiel des Schauspielhaus Wien im Rahmen der Theaterallianz

mit Simon Bauer, Katharina Farnleitner , Steffen Link , Sebastian Schindegger , Dolores Winkler
Regie: Franz-Xaver Mayr
Ausstattung: Michaela Flück
Dramaturgie: Anna Laner
Gastspiel: 03.11.2017 Saal
Letzte Vorstellung: 05.11.2017
Aufführungsdauer: 1h 30, keine Pause

Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt

„Ein oft schräger, mit Ironie gewürzter und humorvoller Abend, der politische, gesellschaftliche Fragen unserer Zeit tangiert.“ KURIER

Ausschreibungen, Projektanträge, Bewerbungen, Evaluationen – das Leben von Freiberuflern, die doch eigentlich all ihren Elan und Idealismus in ihre jeweilige Kunst investieren wollen, ist oft undankbar, und der Weg zu neuen Aufträgen führt durch einen Wust an Papierkram. Aber was bleibt einem schon übrig? In Miroslava Svolikovas absurder Farce sind es drei Figuren, die sich ins finstere Herz der Antragsbürokratie vorwagen. Jeder von ihnen meint eine Ausschreibung gewonnen zu haben, die sie dazu verpflichtet – hoffentlich auch befähigt –, eine Aufgabe zu übernehmen. Welche Aufgabe? Das wissen sie nicht. Zu allem wild entschlossen, haben sie sich zusammengefunden, ausgerüstet, bewaffnet mit Sieben. Wozu die Küchengerätschaften im Rahmen ihrer Mission gut sein sollen, ist ein weiteres jener Geheimnisse, mit denen sie sich am Anfang konfrontiert sehen. Wieso aber gibt es überhaupt drei Sieger? War die ominöse Ausschreibung etwa ein Gruppenprojekt? Einer der drei weiß immerhin noch, dass irgendeine sagenumwobene Fortbildung der gemeinsame Grund für die Zusammenkunft sei. Plötzlich finden sie einen Zettel. Es ginge um »die Rettung der Onion«, aber die Handschrift ist sehr undeutlich, und so ist die Verwirrung zunächst komplett. Als sich dann auch noch der Raum, in dem sich die drei aufhalten, als futuristisches Museum herausstellt, mitsamt einem Hologramm als Führer und reichlich skurrilen Exponaten, werden die Verhältnisse endgültig unübersichtlich …

 

Mit Miroslava Svolikova, geboren 1986 in Wien, betritt eine Spezialistin für absurden Humor die deutschsprachige Theaterszene. Für „Die Hockenden“ erhielt sie 2015 den Retzhofer Dramapreis, „Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt“ wurde zu den Autorentheatertagen 2017 in Berlin eingeladen. Svolikova ist für den Nestroy 2017 in der Kategorie Bester Nachwuchs weiblich nominiert, ebenso wie Regisseur Franz-Xaver Mayr (Bester Nachwuchs männlich).

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Sujet: Matthias Heschl

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