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PHÖNIX AUS DER ASCHE!

07.06.2021

In diesem Sinne setzen wir zum Auftakt in dieser neuen Saison auf eine Uraufführung, ein Auftragswerk, eine pandemische Posse, „Taumel und Tumult“ vom Oberösterreicher Thomas Arzt. Nestroy und Goldoni zeigen stilistisch den Weg, wenn Menschen in pandemischen Zeiten sich in ihren Missverständnissen berührend und komisch zugleich auflösen. Am 14. September 2021 ist voraussichtlich die Uraufführung.
Ein Stück, das es ob seiner Qualität aus der Corona-Warteschleife auf die Bühne schafft, ist „Draußen vor der Tür“ vom großen Wolfgang Borchert, das als Zustandsbeschreibung einer ganzen Generation in die Geschichte einging und als „Protestschrei gegen die zerstörerische Macht des Krieges“ noch heute unglaubliche Gültigkeit hat. Voraussichtlich ist am 14. Oktober 2021 die Premiere.
Eine Wiederaufnahme steht uns auch ins Haus: „#schalldicht“ von Sina Heiß, eine Uraufführung, die wir im Rahmen des SCHÄXPIR-Festivals herausbrachten. Vier junge Menschen sitzen im Tonstudio fest. Schalldicht! Interdisziplinär, für alle Leute ab 13 Jahren. Vom 2. bis 14. November 2021.
Dann „Häuptling Abendwind“ von Nestroy in einer Fassung meiner Wenigkeit. Zwei Südseehäuptlinge, die sich zum kannibalischen Zusammensein treffen, um einen großen Vertrag gegen die „Zivilisatoren“ zu unterzeichnen … Der „Häuptling Abendwind“ strotzt nur so vor Kritik an Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus und scheut sich auch nicht vor irrwitzigen Sticheleien gegen politische Eitelkeiten, moralische Humorlosigkeit und philosophische Hirnlosigkeit. Das trashige Singspiel lebt von seinen prächtigen Figuren, seinen volksnahen Darstellern, die allesamt mit Haut und Haaren dem Wahnwitz verfallen sein müssen. Premiere: voraussichtlich 9. Dezember 2021.
Erinnern Sie sich an die drei Sandler, die zweimal über den Wahnsinn der Welt philosophierten und das Theaterhaus mehr als voll spielten? Nun, sie werden wiederkommen, aber in neue Figuren schlüpfen … Ein Autor, dem ich mittlerweile in Freundschaft verbunden bin, wird auch den dritten und letzten Teil der Trilogie schreiben und setzt ihn mit einer Uraufführung, einem Auftragswerk im Theater Phönix in Szene: Kurt Palm schreibt und inszeniert „This is the End, my Friend“, mit Ferry Öllinger, Karl Ferdinand Kratzl und Georg „Lindi“ Lindorfer, Erich Pacher und unserem Fixensemble. „Acht Personen, deren Wege sich an einem merkwürdigen Ort kreuzen … Nichts funktioniert mehr.“ Es wird Ihnen eine Freude sein. Uraufführung: voraussichtlich 17. März 2022.
Eine interessante Form von Stück beschert uns dann das Schauwerk in Kollaboration mit dem Theater Phönix. Sie wissen, das Schauwerk ist die junge, wilde, innovative Theatergruppe, die „Irgendwo dazwischen oder der Linzerwertigkeitskomplex“ oder „Generation Why“ im Phönix aufführt. Nun, das Schauwerk wird mit dem Theater-Phönix-Ensemble „Euridike*Orpheus“ erarbeiten und uraufführen. Es wird sich, während man mit Mythen und Moral rücksichtslos umgeht, die Frage stellen, ob in dieser Welt überhaupt noch irgendwer oder irgendwas zu retten ist oder ob es sich lohnt, jemanden zu retten … Die Uraufführung ist voraussichtlich am 26. Mai 2022.
Ja, und keine Frage, dass es auch großartige Gastspiele und Kooperationen im Theater Phönix geben wird: mit das Schauwerk, der Grazer Autorinnen Autorenversammlung, unseren befreundeten Theatern von der Allianz und dem Theater Kosmos in einer Koproduktion mit den Bregenzer Festspielen, mit Kristina Sprenger und Ferry Öllinger machen wir mit spannenden Partner*innen Theater! Nun, mir bleibt nur mehr zu wünschen übrig: bleiben Sie gesund, haben Sie Freude an unseren Produktionen, tauchen Sie ein in unseren Phönix-Theaterkosmos, Sie werden es keinesfalls bereuen!
Und verlassen Sie sich darauf: „Theater kann unsere Welt verändern!“
Ihr Harald Gebhartl