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PHÖNIX AUS DER ASCHE!

07.06.2021

Es ist meine letzte Saison im Theater Phönix als Künstlerischer Leiter, Silke Dörner übernimmt die Künstlerische Leitung mit Herbst 2022/2023! Nein, ich werde nicht in den Ruhestand gehen, viele kleine und große Projekte entstehen bereits, sind angedacht, auf der Bühne oder sonstwo, sind in Diskussion, liegen auf meinem Schreibtisch, und ich bleibe dem Phönix als Vorstandsmitglied erhalten. Einmal Phönix, immer Phönix!

Das Theater Phönix verändert sich fortwährend, im Kern bleibt es ein innovatives, spannendes Konstrukt aus Menschen, ein „Volkstheater“, das sich weiterentwickelt, das Uraufführungen, überschriebene Klassiker, Erstaufführungen, spannende Koproduktionen und interaktive Kooperationen produziert, die im Großen und Ganzen alle einen gemeinsamen Nenner haben: der Mensch an sich! Autor*innen, Regisseur*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen und Ausstatter*innen, die Menschen, die Wegbegleiter*innen, die Theater erst möglich machen und über allem das wunderbare Publikum drücken da unwillkürlich ihren Stempel auf!

In diesem Sinne setzen wir zum Auftakt in dieser neuen Saison auf eine Uraufführung, ein Auftragswerk, eine pandemische Posse, „Taumel und Tumult“ vom Oberösterreicher Thomas Arzt. Nestroy und Goldoni zeigen stilistisch den Weg, wenn Menschen in pandemischen Zeiten sich in ihren Missverständnissen berührend und komisch zugleich auflösen. Am 14. September 2021 war die Uraufführung.

Ein Stück, das es ob seiner Qualität aus der Corona-Warteschleife auf die Bühne schafft, ist „Draußen vor der Tür“ vom großen Wolfgang Borchert, das als Zustandsbeschreibung einer ganzen Generation in die Geschichte einging und als „Protestschrei gegen die zerstörerische Macht des Krieges“ noch heute unglaubliche Gültigkeit hat. Am 14. Oktober 2021 war die Premiere, wir spielen das Stück bis 14. November.

Eine Wiederaufnahme steht uns auch ins Haus: „#schalldicht“ von Sina Heiß, eine Uraufführung, die wir im Rahmen des SCHÄXPIR-Festivals herausbrachten. Vier junge Menschen sitzen im Tonstudio fest. Schalldicht! Interdisziplinär, für alle Leute ab 13 Jahren. Vom 2. bis 14. November 2021

Erinnern Sie sich an die drei Schauspieler, die zweimal über den Wahnsinn der Welt philosophierten und das Theaterhaus mehr als voll spielten? Nun, sie werden wiederkommen, aber in neue Figuren schlüpfen … Ein Autor, dem ich mittlerweile in Freundschaft verbunden bin, wird auch den dritten und letzten Teil der Trilogie schreiben und setzt ihn mit einer Uraufführung, einem Auftragswerk im Theater Phönix in Szene: Kurt Palm schreibt und inszeniert „This is the End, my Friend“, mit Ferry Öllinger, Karl Ferdinand Kratzl und Georg „Lindi“ Lindorfer, Erich Pacher und unserem Fixensemble. „Acht Personen, deren Wege sich an einem merkwürdigen Ort kreuzen … Nichts funktioniert mehr.“ Es wird Ihnen eine Freude sein. Uraufführung: voraussichtlich 17. März 2022.

Eine interessante Form von Stück beschert uns dann DAS SCHAUWERK in Kollaboration mit dem Theater Phönix. Sie wissen, DAS SCHAUWERK ist die junge, wilde, innovative Theatergruppe, die „Irgendwo dazwischen oder der Linzerwertigkeitskomplex“ oder „Generation Why“ im Phönix aufführt. Nun, DAS SCHAUWERK wird mit dem Theater-Phönix-Ensemble „Euridike*Orpheus“ erarbeiten und uraufführen. Es wird sich, während man mit Mythen und Moral rücksichtslos umgeht, die Frage stellen, ob in dieser Welt überhaupt noch irgendwer oder irgendwas zu retten ist oder ob es sich lohnt, jemanden zu retten … Die Uraufführung ist voraussichtlich am 26. Mai 2022.

Ja, und keine Frage, dass es auch großartige Gastspiele (z. B. "Arthur & Claire", ein absoluter Hit von Stephan Vögel, mit Ferry Öllinger und Kristina Sprenger) und Kooperationen im Theater Phönix geben wird: mit DAS SCHAUWERK, der Grazer Autorinnen Autorenversammlung, unseren befreundeten Theatern von der Allianz und dem Theater Kosmos in einer Koproduktion mit den Bregenzer Festspielen, mit Kristina Sprenger und Ferry Öllinger machen wir mit spannenden Partner*innen Theater!

Nun, mir bleibt nur mehr zu wünschen übrig: bleiben Sie gesund, haben Sie Freude an unseren Produktionen, tauchen Sie ein in unseren Phönix-Theaterkosmos, Sie werden es keinesfalls bereuen!


Und verlassen Sie sich darauf: „Theater kann unsere Welt verändern!“
Ihr Harald Gebhartl