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PHÖNIX AUS DER ASCHE!

07.06.2021

Es ist meine letzte Saison im Theater Phönix als Künstlerischer Leiter, Silke Dörner übernimmt die Künstlerische Leitung mit Herbst 2022/2023! Nein, ich werde nicht in den Ruhestand gehen, viele kleine und große Projekte entstehen bereits, sind angedacht, auf der Bühne oder sonstwo, sind in Diskussion, liegen auf meinem Schreibtisch, und ich bleibe dem Phönix als Vorstandsmitglied erhalten. Einmal Phönix, immer Phönix!

Das Theater Phönix verändert sich fortwährend, im Kern bleibt es ein innovatives, spannendes Konstrukt aus Menschen, ein „Volkstheater“, das sich weiterentwickelt, das Uraufführungen, überschriebene Klassiker, Erstaufführungen, spannende Koproduktionen und interaktive Kooperationen produziert, die im Großen und Ganzen alle einen gemeinsamen Nenner haben: der Mensch an sich! Autor*innen, Regisseur*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen und Ausstatter*innen, die Menschen, die Wegbegleiter*innen, die Theater erst möglich machen und über allem das wunderbare Publikum drücken da unwillkürlich ihren Stempel auf!

In diesem Sinne setzten wir zum Auftakt in dieser Saison auf eine Uraufführung, ein Auftragswerk, eine pandemische Posse, „Taumel und Tumult“ vom Oberösterreicher Thomas Arzt. Nestroy und Goldoni zeigten stilistisch den Weg, wenn Menschen in pandemischen Zeiten sich in ihren Missverständnissen berührend und komisch zugleich auflösten.

Ein Stück, das es ob seiner Qualität immer wieder aus der Corona-Warteschleife auf die Bühne schaffte, ist „Draußen vor der Tür“ vom großen Wolfgang Borchert, das als Zustandsbeschreibung einer ganzen Generation in die Geschichte einging und als „Protestschrei gegen die zerstörerische Macht des Krieges“ noch heute unglaubliche Gültigkeit hat.

Erinnern Sie sich an die drei Schauspieler, die zweimal über den Wahnsinn der Welt philosophierten und das Theaterhaus mehr als voll spielten? Nun, sie werden wiederkommen, aber in völlig neue Figuren schlüpfen … Ein Autor, dem ich mittlerweile in Freundschaft verbunden bin, hat diese distopische Horrorklamotte geschrieben und setzt sie mit einer Uraufführung am Theater Phönix in Szene: Kurt Palm schrieb und inszeniert „This is the End, my Friend“, mit Ferry Öllinger, Karl Ferdinand Kratzl und Georg „Lindi“ Lindorfer, Erich Pacher und unserem Fixensemble. „Neun Personen, deren Wege sich an einem merkwürdigen Ort kreuzen … Nichts funktioniert mehr.“ Es wird Ihnen eine Freude sein. Uraufführung: 17. März 2022. Sichern Sie sich bitte Karten ...

Eine interessante Form von Stück beschert uns dann DAS SCHAUWERK in Kollaboration mit dem Theater Phönix. Sie wissen, DAS SCHAUWERK ist jene junge, wilde, innovative Theatergruppe, die „Irgendwo dazwischen oder der Linzerwertigkeitskomplex“ oder „Generation Why“ im Phönix aufführt(e). Nun, DAS SCHAUWERK wird mit dem Theater-Phönix-Ensemble „Euridike * Orpheus“ erarbeiten und uraufführen. Es wird sich, während man mit Mythen und Moral rücksichtslos umgeht, die Frage stellen, ob in dieser Welt überhaupt noch irgendwer oder irgendwas zu retten ist oder ob es sich lohnt, jemanden zu retten … Die Uraufführung ist voraussichtlich am 26. Mai 2022.

Ja, und keine Frage, dass es auch großartige Gastspiele und Kooperationen am Theater Phönix geben wird! Z. B.: "Arthur & Claire", ein absoluter Hit von Stephan Vögel, mit Ferry Öllinger und Kristina Sprenger; Das SCHAUWERK mit der umjubelten Produktion "Generation Why"; die "Rozznjogd" von Turrini/Manus, als Szenische Lesung von Theater Phönix mit Ingrid Höller und Ferry Öllinger; "Ana hat immer dös Bummerl", ein Abgesang für ein Leben als kleine Musikshow von Geb/Gil; "Zeebär en Rock", die Reste einer Schiffskapelle und ... und ... und!

Nun, mir bleibt nur mehr zu wünschen übrig: bleiben Sie gesund, haben Sie Freude an unseren Produktionen, tauchen Sie ein in unseren Phönix-Theaterkosmos, Sie werden es nicht bereuen!


Und verlassen Sie sich darauf: „Theater kann unsere Welt verändern!“
Ihr Harald Gebhartl