© Stefan Eibelwimmer
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Am Freitag

Ein Theaterprojekt mit Jugendlichen von ADA – Alternative Solidarität und Theater Phönix

von Theresia Dückelmann und Ensemble
mit Emma Darieva , Ivona Doknjas , Muhammed El-Hamaoui , Valerie Gmeinbek , David Iancu , Sara Jakupovic , Selina Maria Jurca , Regö Kocsis , Nasanin Moradi , Somayeh Nasari , Mariam Nejati , Kimberley Pilczova , Franzi Rashidi , Robin Reynoso , Lesly Adriana Roque Nunez , Ermira Sahiti , Nasiba Shahnawaz , Zena Sharef , Vahid Sobhani , Mia Viskovic
Regieassistenz/Textfassung: Anna de Mink
Workshopleitung/Textfassung/Regie: Theresia Dückelmann
Projektleitung ADA: Necla Tuncel
Koordination ADA: John Abraham
Projektleitung Theater Phönix/Dramaturgie: Silke Dörner
Uraufführung: 21.05.2019
Letzte Vorstellung: 04.06.2019
Aufführungsdauer: 55 Minuten
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Es gibt die Coolen, die Loser, die Nerds und die Einzelgänger. Und wenn du neu bist, musst du deinen Platz erst kennen lernen. Wer bist du? Was magst du? Was macht dich aus? Wo passt du am besten dazu? Und was, wenn du dich nicht entscheiden kannst?
Und kaum weiß man, wo man dazugehört, mischt sich die Liebe ein, und diese kennt bekanntlich keine Grenzen. Da kann sich schon mal jemand von den Coolen in einen Loser verlieben. Aber was, wenn die große Liebe die Liebe nicht erwidert? Was, wenn der beste Freund dich liebt? Oder die beste Freundin den gleichen Jungen mag wie du? Alltägliche Themen, die sich auch nach der Schulzeit nicht unbedingt so schnell ändern werden. Und wie schön wäre es, wenn man sagen könnte, das fühlt sich an wie in einer Soap?

Fotos

Sujet: Stefan Eibelwimmer
© Ursula Ludszuweit
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Pressestimmen

Schule als echtes Stück Bühnenkunst

Nora Bruckmüller, OÖN, 23.05.2019

Herzerwärmende Premiere des Jugendtheaters „Am Freitag" im Linzer Phönix
Sich auf der Bühne öffentlich zu entblößen, ist immer mutig. Noch mehr trauen sich dabei junge Menschen, die sich noch nicht einmal im echten Leben genau vorstellen können, wer sie sein möchten und zu wem sie gehören wollen.
Umso couragierter war es von den Jugendlichen des Theater-Projektes „ADA - Alternative Solidarität und Theater Phönix" am Dienstag bei der Uraufführung der Inszenierung von „Am Freitag" von sich selbst zu erzählen.
Das Stück, das die vielsprachigen Debütanten mit Theresia Dückelmann erarbeitet hatten, bot den im Schnitt 16-jährigen Schülern der nahen Otto-Glöckel-Schule natürlich den schützenden Rahmen der Kunst: ihre Rollen, die eine klug und zuletzt überraschend ausgespielte Dramaturgie verband. Doch wie es sich bei dem seit 13 Jahren laufenden ADA-Projekt gehört, ging es ans Eingemachte - tief hinein in die komplizierte Welt von Jugendlichen, in der so leicht Verletzungen passieren. Der im Titel besagte Freitag diente als Termin, bis zu dem Hierarchien, Sympathien, Selbst- und Fremdbilder auf der Bühne in Frage gestellt wurden, die wiederum eine weitläufige, fiktive Schule war. Die Nerds, die Coolen, die Einzelgänger und Fans des koreanischen Pops ließen sich selbst aufeinander los und entfachten ein amüsantes Spiel aus Emotion, Sprachwitz und Kritik. Es war vielleicht nicht Immer perfekt, aber es war echt. Echt schön.