© Helmut Walter
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Schiller – Zeiten des Aufruhrs (AT)

Florian Hirsch frei nach Friedrich Schiller
mit Martin Brunnemann , Anna Maria Eder , Markus Hamele , Raphaela Möst , Felix Rank , Marion Reiser , Isabella Szendzielorz , N.N.
Regie: Georg Schmiedleitner
Bühne: Stefan Brandtmayr
Kostüme: Cornelia Kraske
Lichtgestaltung: Nico de Rooij
Live-Musik: Petra Schrenzer
Dramaturgie: Sigrid Blauensteiner
Uraufführung: 28.11.2019
Aufführungsort: Saal
Altersempfehlung: ab 16 Jahre

Goethes Spott war Schiller sicher: Ein „Evangelium der Freiheit" nannte der das literarische Werk seines Freundes einmal. Und natürlich hatte er, wie fast immer, recht. Die Freiheit war Friedrich Schiller heilig, er zelebrierte sie wie kaum ein anderer Dichter – in der Kunst, der „Tochter" dieser Freiheit, ebenso wie im Leben. Heute, da Schillers Dramen und Schriften längst Schulstoff und zahllose Zeilen von ihm als geflügelte Worte in die Umgangssprache eingegangen sind, kann man schon mal übersehen, wie viel Feuer in diesen Texten steckt – von den „Räubern" über „Don Carlos" bis hin zu „Wilhelm Tell". Georg Schmiedleitners Schiller-Projekt wagt den Versuch, dieses Feuer wieder zu schüren. Der Fackelträger ist der Dichter selbst, der wegweisende Stationen der eigenen, abenteuerlichen Biografie, vor allem aber auch Szenen seiner bedeutendsten Stücke auf der Bühne des Theater Phönix aufs Neue erlebt und spielt. Stücke, geschrieben in Zeiten des Aufruhrs, die mit großer Sprachgewalt von Sturm und Drang, Umsturz und Rebellion und immer wieder einem nahezu unbändigen Freiheitsdrang erzählen. Dem legendären Spötter Heinrich Heine lag Spott jedenfalls gänzlich fern, als er verkündete: „Schiller schrieb für die großen Ideen der Revolution, er zerstörte die geistigen Bastillen, er baute an dem Tempel der Freiheit, und zwar an jenem ganz großen Tempel, der alle Nationen gleich einer einzigen Brüdergemeinde umschließen soll; er war Kosmopolit."

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